Gelungenes Straßentheater für eine bessere Bildungsfinanzierung

Mitglieder der BSV beim Straßentheater

SchülerInnen machen Theater
BezirksschülerInnenvertretung fordert “Kostenlose Bildung für alle”

ENNEPE-RUHR. Um auf die Unterfinanzierung des Bildungssystems aufmerksam zu machen veranstaltete die BezirksschülerInnenvertretung Ennepe-Ruhr (BSV Ennepe-Ruhr) am Mittwoch, den 25. Januar von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr ein Straßentheater am Wittener Rathausplatz. Die Schülervertreter wollten mit ihrer Aktion um Unterstützung für ihr Anliegen werben: Landesweit fordern Lernende an Schulen in diesem Schuljahr unter dem Motto “Wir sind mehr wert! – Kostenlose Bildung für alle” einen weitreichenden Ausbau der Schulfinanzierung in NRW.

Der Vorstand der Schülerorganisation steht hinter den Forderungen, die durch die Kampagne verfolgt werden. “In einem kaputten Schulgebäude und ohne mittags etwas essen zu können, kann man nicht vernünftig lernen” äußert sich die Bezirksschülersprecherin Laura Simmler (17) zu den Vorhaben der Schülervertretung.

Die Interessensvertreter wählten nach gründlichen Überlegungen die alternative Aktionsform: das Straßentheater. “Eine Schulklasse ohne Stühle und mit uralten Büchern, die von einer ungelernten Fachkraft durch den Unterricht geleitet wird erregt mehr Aufmerksamkeit, als ein paar auf dem Rathausplatz stehende Schüler”, erklärt Bezirksschülersprecher Luca Samlidis (17) die Absicht der Organisation. Daneben sei aber auch die Sammlung von Unterschriften für das Anliegen ein Ziel gewesen, wie Samlidis weiter ausführt: “die Landesschüler*innenvertretung NRW hat sich gemeinsam mit den BezirksschülerInnenvertretungen das Ziel gesetzt, 46.000 Unterschriften für die Kampagne zu sammeln. Wenn wir das schaffen, muss der Landtag sich mit dem Thema beschäftigen und wenn wir aus der Bevölkerung Unterstützung bekommen, ist das machbar”.

Die Schüler wollen mit ihrer Initiative Einfluss auf die Landtagswahl am 14. Mai nehmen. Sie vertreten die Auffassung, dass der Wahlkampf sich Großteils auch um die Bildung in NRW drehen soll.

“Lasst uns gemeinsam gegen die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems vorgehen” hieß es am Mittwoch aus Organisationskreisen. Die Landtagswahl würde entscheiden, wie es mit der Schulbildung der Kinder und Jugendlichen weitergeht. Der Tenor ist klar: So nicht.

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